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Modellbahn: Zubehör

Werkzeuge

Beim Maßstab 1:22,5 sind sehr viele kleine Dinge so groß, dass sie mit bloßem Auge gut zu erkennen sind. Das ist einerseits schön, verlangt von engagierten Modellbahnern jedoch oft zusätzlichen Aufwand, den sich die Anhänger der kleineren Nenngrößen meist sparen können.

Auf dieser Seite werden teils gekaufte, teils selbst gebaute Werkzeug–Modelle für die Ausstattung der Anlage vorgestellt. Im Modellbau–Bereich finden Sie Hinweise zu echten Werkzeugen.

Der Selbstbau der kleinen Teile hat einen großen Vorteil: Es stehen meist gute Vorbilder zur Verfügung. Freunde älterer Epochen sollten allerdings auf die damals teilweise noch abweichende Ausführung mancher Werkzeuge achten, beispielsweise auf Holzgriffe bei Feilen und Schraubendrehern.

Abschnitte dieser Seite:

 

Werkzeug von Pola G

Schweißgerät von Pola: Gasflaschen mit Armaturen und Schläuchen auf einem Wagen.
[ ± ]. Pola–Schweißgerät.

Im Pola G–Programm von Fremde Seite Faller® ist eine ganze Reihe verschiedener Werkzeuge erhältlich. Das erste Bild zeigt das Schweißgerät (Artikel–Nummer 330 960). Mit etwas Sorgfalt und einer guten Lackierung kann ein recht ansprechendes Modell entstehen.

Auf dem zweiten Foto sind als Beispiel einige Werkzeuge aus dem Set 331 037, „Werkbank mit Zubehör”, abgebildet. Dabei gefallen besonders die Handbohrmaschine und der Schraubstock. Beide wirken bei entsprechender farblicher Nachbehandlung recht gut. Bei der Beißzange waren die ursprünglich längeren Griffe leider gebrochen.

Seit 2005 gibt es einen Bausatz, der einen Kanonenofen samt Ofenrohr, einen Sägebock, einen Hackklotz, einen Eimer für Anfeuerholz sowie eine große Holzsäge enthält (Nummer 331 035).

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Eigenbau–Werkzeug

Etwas „pfriemelig” kann der Eigenbau von Werkzeug schon sein. Das beweist das hinten rechts auf dem Foto liegende 1 Cent–Stück.

Die Köpfe der Hämmer und der kurzen Axt wurden aus Aluminium passend gesägt und gefeilt. Deren Stiele sind teils aus Messing, teils aus Holz. Für die seitlichen Abflachungen wurde Schleifpapier benutzt.

Ebenfalls aus Aluminium wurden der Meißel, die Schraubenschlüssel und die Zangen gefertigt. Das hat den Vorteil, dass es schon die richtige Metallfarbe hat. Die Zangen sind jeweils aus zwei Teilen zusammen gesetzt. Durch vernietete Stifte aus Kupfer und Messing sind sie mit Ausnahme der Kombizange tatsächlich beweglich.

Die Schraubendreher und Feilen sind Drehteile aus Aluminium und Messing. Die Klingen der Schraubendreher enstanden durch quetschen und nachfeilen. Mit Hilfe eines sehr feinen Sägeblatts ließen sich die Hiebe der Holzfeilen ganz passabel nachbilden, nachdem die Klinge die gewünschte Grundform hatte.

Der Bügel der Holzsäge besteht aus Rundmaterial, an dessen Enden Schlitze für das Sägeblatt aus dünnen Neusilber sind. Tipp: Fertigen Sie am Rand eines größeren Blechs zunächst die Zahnreihe an und sägen Sie das Blatt erst dann ab. Der Fuchsschwanz–Griff aus Aluminium hat einen Schlitz, in den das Sägeblatt eingeklebt wurde.

Etwas kniffliger ist der Bau des Bügels der Metallsäge. Er entstand aus Messingblech, an dessen Enden Füllstücke für die Sägeblatthalterung angelötet und dann mit Schlitzen versehen wurden. Die angedeutete Flügelmutter ist ein Teil des von unten in die Schlitze eingeklebten Sägeblatts. Der Griff ist ein Drehteil. Bei der kleinen Bügelsäge ist der Griff aus Rundmaterial.

Der graublaue Gliedermaßstab (volkstümlich „Zollstock”) ist ein Holzstückchen, in das längs ganz feine Rillen eingesägt wurden.

Die Behälter und anderen Teile der Lötlampe und des Ölkännchens entstanden aus Messing auf der Drehbank. Die Spitze und der Griff des Ölers sind aus Draht, der Griff des Brenners aus Rundmaterial.

Der verstellbare Schraubenschlüssel („Engländer”) wurde aus dem Vollen gefeilt. Das Blatt der kleinen Kohleschaufel wurde aus Neusilber gebogen, der Messinggriff ist angelötet.

 

Amboss, Sägebock und Schleifbock

Modellfoto: Metallisch glänzender Amboss auf einem Holzstrunk.
[ ± ].

Etwas weniger fieselig ist der Bau der drei hier noch vorgestellte Zubehör–Teile.

Der Strunk für den Amboss ist aus Echtholz. Der Amboss selbst wurde aus mehreren Aluminium–Teilen zusammengesetzt: dem oberen Teil mit den Arbeitsflächen, dem Mittelteil zum Fuß hin und der Fußplatte selbst. Die Nachbildung der Sechskantkopf–Schrauben ist aus Messing.

Wie die Hauptleisten der Lehnenkarre entstanden auch die Teile des Sägebocks aus massivem Buchenholz. Die Beinteile und Streben wurden dabei aus dem Vollen gearbeitet. Das ist ein mühseliges Unterfangen, denn Buchenholz ist sehr hart. Das ist hier aber gerade erwünscht, ebenso wie die sehr feine Maserung.

Ein besonders nettes Detail ist der alte Schleifbock. Der Schleifstein selbst ist eine Polierscheibe aus dem Goldschmiedebedarf, die hellgrau lackiert wurde. Die Wanne mit dem Abflussventil für das Wasser und den Lagern sowie die Kurbeln sind aus Messing.

Da die Schleifscheibe beweglich ist, könnte doch eigentlich eine Figur gebaut werden, die Aber das ist eine andere Geschichte. Interessanter ist da vielleicht ein Vorbildfoto: Schleifbock der Lochmühle.

Wenn Ihnen der Bau dieser Teile zu umständlich erscheint: Auch diese Geräte sind von Fremde Seite Faller® / Pola G zu haben.

 
 
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