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Modellbahn: Triebfahrzeuge

Umbauten

Es kann etliche Gründe für Umbauten an Lokomotiven oder Triebwagen geben: fehlende oder falsche Details, unschöne oder unpraktische Teile, zu hohe Geschwindigkeiten oder schlechte Zugkraft.

Wie weit solche Umbauten bei Ihrer Modelleisenbahn gehen sollen, müssen Sie je nach Fall entscheiden.

Beim hier abgebildeten Schöma–Diesel einer fiktiven Privatbahn fielen die äußeren Änderungen bescheiden aus. Die schwachen Plastik–Griffstangen wurden durch solche aus Edelstahl ersetzt, dazu kam ein wenig Lack. Dabei wurden vor allem die Aufkleber für die Warnanstriche an den Seiten der Pufferbohlen durch Farbe ersetzt.

Technisch wurde auch nur wenig geändert. Die Diesellok bekam (in der ersten Umbau–Runde) eine Konstant–Beleuchtung und die für eine Triebfahrzeug–Erkennung nötigen Magnete am Fahrwerksboden.

Das war insgesamt ein einfacher und schneller Bastelspaß. Beim weiter unten beschriebenen Umbau einer Dampflok war schon mehr Aufwand nötig.

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Zielsetzung

Vorbild–orientierte Modellbahner mögen verwundert den Kopf schütteln, wenn sie den hier gezeigten Umbau einer Toytrain®–Dampflok sehen. Wofür die Mühe?

Kurz vor ihrem dritten Geburtstag und damit kurz vor Weihnachten verkündete die Tochter des Verfassers: „Papà, ich möchte eine Lok, die genau so gut leuchtet und raucht wie Deine” - und schwarz sollte sie auch sein. Na prima!

Dank Fremde Seite Champex–Linden konnte gerade noch rechtzeitig eine Toytrain®–Startpackung beschafft werden. Nun kam die Frage: Was stört besonders an der enthaltenen Fantasie–Dampflok „Otto”? Was sollte und was kann wie umgebaut werden? Und das in der verfügbaren Zeit?

Genau diese Fragen sollten Sie sich vor einem Umbau auch stellen. Wird die Liste der Änderungen zu lang, ist ein Eigenbau unter Verwendung einiger Original–Teile vielleicht die bessere Wahl.

 

Umbaumaßnahmen am konkreten Beispiel

In diesem Fall fiel die Entscheidung für die folgenden Änderungen. Die Liste kann als Anregung für andere Umbauten dienen.

  • Die zu hoch sitzenden Zylinder tiefer zu setzen, wäre zu aufwendig geworden.

  • Schlot und Dampfdom wurden - letzterer sogar beträchtlich - gekürzt, was die Proportionen etwas verbessert.

  • Das mit Regenrinnen und Dachhaken versehene Dach ist steckbar statt geschraubt.

  • Der Kohlenkasten wurde nach unten versetzt und gekürzt, um darüber Platz für ein zusätzliches, hinteres Spitzenlicht zu schaffen.

  • Die Steuerung wurde listig vervollständigt.

  • Die Vorderachse wurde pendelnd gelagert, die Hinterräder erhielten neue Bremsgehänge und –klötze.

  • Eine Druckluft–Bremsanlage mit Pumpe, vier Bremsschläuchen und einem Hilfsluftbehälter wurde ebenso nachgebildet wie die ursprüngliche Wurfhebelbremse.

  • Die Pufferbohlen wurden umgebaut und Schienenräumer nachgebildet.

  • Der Kessel erhielt neue Ventile und Leitungen, dazu kamen die Sandfallrohre und ein zierlicherer Rauchkammer–Zentralverschluss.

  • Die Wasserkästen erhielten bewegliche Klappen und unten Ausläufe, damit Wasser aus dem Wasserkran hindurch fließen kann.

  • Das Führerhaus bekam bewegliche Türen, die Fenster wurden verglast, die Innenbeleuchtung wurde an eine vernünftige Stelle gesetzt.

  • Der Führerstand wurde teilweise neu eingerichtet, auch mit Werkzeug und Uhr.

  • Eine Konstantbeleuchtungs–Elektronik und ein 6 Volt–Rauchgenerator sorgten dafür, dass dem töchterlichen Pflichtenheft entsprochen wird.

  • Die Schalter für Licht, Führerstandslicht, Rauchentwickler und Motor wurden an von außen gut zugängliche Stellen gebaut.

  • Die Lok wurde neu lackiert (schwarz wie gewünscht) und erhielt geätzte Messing–Schilder. Die abgeschabte Goldbeschichtung an Kleinteilen wich Messing–farbenem Lack.

  • Die Laternen mit weiß ausgelegten Reflektoren erhielten eine neue, plane Verglasung (beim Original–Modell haben sie weniger schöne Streuscheiben).

Diese Liste ist nicht vollständig. Unterdes kam der Zwerg ein zweites Mal auf den Operationstisch, um auch digital betrieben werden zu können - sprich, ein Decoder wurde eingebaut.

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