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Veranstaltungen: Dischingen

  Hauptseite zum „Tag des offenen Denkmals” in Dischingen

Zu wenig und zu viel Wasser

Am zweiten Sonntag im September findet traditionell der „Tag des offenen Denkmals” statt. Wie schon auf der Hauptseite beschrieben, treffen sich dazu Hobbyeisenbahner, um eine Veranstaltung im Denkmal–geschützten Bahnhof Dischingen der Fremde Seite Härtsfeld–Museumsbahn (HMB) zu unterstützen. Dabei wird eine große Schauanlage aufgebaut.

Diese Unterseiten erzählen von den Abenteuern und Erlebnissen der Mitwirkenden, also Hintergrund–Geschichten ( zwinker ).

Hier dreht es sich um das Thema Wasser (in gewünschter und ungewollter Form). Es geht auch um „menschliche Bedürfnisse”, Kälte, unerwarteten Rost, gestiegenen Strombedarf und LKW zum Frühstück.

Abschnitte dieser Seite:

 

Mehr Ampère gegen Regen - Wetterfragen

Beginnen wir mit einem Abriss der Geschichte seit 2006, genauer, mit etwas zuviel Wasser.

Im September ist das Wetter auf dem Härtsfeld, sagen wir 'mal so, ziemlich unberechenbar. Jedenfalls ist kein Verlass auf die üblichen Vorhersagen. Das heißt, seit 2006 erlebten die Modellbahner nahezu alles außer Schneefall: sommerliche Hitze, Regen und Eiseskälte (so zum Beispiel 2008).

Bei der großen Schauanlage ist ein Teil meist nicht überdacht. Folge: Es kann auf die Gleise und das Schotterbett regnen. Das ist an sich nicht weiter schlimm, zumal Modelle und Gleise wetterfest sind und sich die Menschen durch geeignete Kleidung vor den Unbilden der Witterung schützen können.

Leider hat Wasser jedoch eine unangenehme Eigenschaft: Es leitet Strom. Die Nässe des Schotterbetts, das liebevoll aus feinstem Kies gebildet wird (beschafft aus dem nahe gelegenen Kieswerk), genügt vollauf, um etliche Ampère zu schlucken. So entschloss sich fido als Organisator der „digitalen Befehle” irgendwann, die Stromversorgung „aufzustocken”.

Acht Ampère für den Regen,”, so seine fröhliche Begründung, „und acht zum Fahren.”.

2008 setzte am Aufbau–Samstag während der Frühstückspause überraschend Nieselregen ein. Dieter Schiede hatte sein wunderbares Modell des Wagens WN 2 im Rohbau dabei - mit dem unbehandelten Stahlblech–Aufbau. Nach dem Verzehr des klassischen LKW mit ABS war der Aufbau mit Flugrost bedeckt. So schnell kann das gehen.

Ach so, Sie wundern sich, dass wir LKW verspeisen? Die Abkürzung steht hier nicht für „Lastkraftwagen”, sondern für „Leberkäs–Weck”, also ein Brötchen mit Fleischkäse. Und ABS? „A bisserl Senf” ( zwinker ).

Gegen zu wenig Schlaf und Eiseskälte helfen am besten heiße Getränke wie beispielsweise Kaffee. Der jedoch war mangels fließendem Wasser bis letztes Jahr nur von der Gastwirtin der Herberge in der viel zu kleinen Thermoskanne zu haben. 2008, als es wegen der Frost–Temperaturen sehr wichtig war, gab es Kaffee und Tee auch aus dem Wohnmobil der Engel(s).

 

Prognosen im Internet und auf dem Balkon

Blick in den Warteraum im Bahnhof Dischingen mit dem Fahrkartenschalter.
[ ± ] . Warteraum und Sonne.

Die Wetterprognose ist schlecht. „Max 25 km/h” steht in der Pension unserer freundlichen Wirtin auf, betritt den Balkon am Tag der Veranstaltung und betrachtet voller Sorgen den Himmel. Denn da zeigen sich schwere und dunkle Wolken voller Regen.

Die Verunsicherung ist verständlich. Denn mit schöner Regelmäßigkeit verheißen die Wettervorsagen in den Medien für Dischingen nicht das, was wir vorfinden. So wurde uns schon oft Dauerregen angekündigt (den es dann doch nicht gab) oder Wärme (die es leider auch nicht gab).

Zurück zum Balkon der Pension an der Steinmühle. Die Tochter des Verfassers und dieser selbst traten hinzu, begutachteten den Himmel und kamen zum Schluss, dass sich das Wetter flugs ändern werde (und dies bitte auch zu tun habe). Keine Stunde später, nach dem Frühstück und der kurzen Fahrt nach Dischingen, lachte dann auch fast schon die Sonne vom Himmel. Das gelang ihr jedoch erst mittags so wirklich überzeugend.

 

Toiletten–Fragen und Wassernöte

„DIXI”–Klo in Dischingen vor dem Bahnhof, 2008.
[ ± ] . Hurra - ein „DIXI”–Klo!

Empfindlichere Naturen sollten hier nicht weiter lesen: Es folgen Geschichten von menschlichen Bedürfnissen und den verschiedenen nötigen Lösungswegen zu deren Befriedigung.

2006 und 2007 gab es nämlich am Verstaltungsort bei dem Denkmal–geschützten Bahnhof keinen Abort (Klo) und kein fließendes Wasser. Erst 2008 gelang es den Ausstellern mit List und Tücke, der Härtsfeld–Museumsbahn eine mobile Toilette abzuringen. Die Vorjahreslösungen bei entsprechenden Nöten - verursacht beispielsweise durch „Schättere–Pils” oder Limonade der Brauerei Hald - erforderten Spaziergänge und versteckende Büsche oder Bäume ( zwinker ).

Dem entsprechend kraftvoll erschallten 2008 die Jubelrufe der Aussteller beim Anblick der angemieteten mobilen Toilette. Diese fand nicht nur bei den Betreibern der Modelleisenbahn, sondern auch bei den Besuchern regen Anklang.

Dieser Jubel blieb 2009 jedoch zunächst aus. Bei der Ankunft sahen die „üblichen Verdächtigen” keine Toilette beim Empfangsgebäude. Der Chronist gibt offen zu, dass schnell falsche Schlüsse gezogen wurden („Mist, die Jungs haben das vergessen ”).

Nach der Öffnung des Gebäudes durch den Vorsitzenden trat jedoch tiefe Beschämung und höchste Begeisterung an die Stelle der voreiligen Enttäuschung. Die Mitarbeiter der HMB hatten es tatsächlich geschafft, fließendes Wasser und eine Toilette im Gebäude selbst zu installieren (siehe zweites Bild des Abschnitts).

Dass beim Einbau der Schüssel eine Kleinigkeit schief gegangen war, sollte sich zum Leidwesen des Verfassers und seiner tapferen Tochter leider erst ein wenig später erweisen (siehe Kasten).

Historisch ist diese Toilette auf jeden Fall interessant. Der Vorsitzende der HMB, Werner Kuhn, ermahnte uns nämlich, wegen der begrenzten Kapazität der Sickergrube nicht allzu oft Gebrauch von ihr und der Spülung zu machen. Immerhin schlägt der Abort nahtlos den Bogen von der Neuzeit zur Geschichte - das hat auch 'was.

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